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Glossar

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Acetylcholin: Acetylcholin sind Botenstoffe (Transmitter). Es werden mit Hilfe solcher Botenstoffe Signale zwischen Nervenzellen übertragen. Es entsteht im Verlauf einer Demenz-Erkrankung ein Mangel an Acetylcholin, der diese Signalübertragung stört.

Acetylcholinesterase: Die Acteylcholinesterase ist ein Enzym. Dieses Enzym baut den Botenstoff Acetylcholin ab.

Acetylcholinesterasehemmer oder Acetylcholinesterase-Inhibitor (Ach-I): Acetylcholinesterasehemmer hemmen den Abbau von Acetylcholin. Somit wirken sie dem im Gehirn auftretenden Mangel an Acetylcholin, der bei einer Alzheimer-Erkrankung auftritt, entgegen.

ADAS-kog (Alzheimer' s Disease Assessment Scale): Ist bei der Demenzdiagnostik eine häufig eingesetzte Testbatterie, die den Schweregrad demenzieller Symptome einschätzen kann. Hierbei werden die kognitiven (ADAS-kog) und die nicht-kognitiven Symptome (ADAS-nonkog) von Demenzpatienten beurteilt.

Alzheimer-Demenz: Morbus Alzheimer (d.h. die Alzheimersche Krankheit) ist eine fortschreitende Demenz-Erkrankung (von lat. demens, "verrückt, verblendet") des Gehirns. Sie tritt vorwiegend im fortgeschrittenen Alter auf und führt zu einer Abnahme der Gehirn- und Gedächtnisleistung. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sie durch den Arzt Alois Alzheimer an der Patientin Auguste D. erstmals als Erkrankung physiologischen Ursprungs diagnostiziert. Aufgrund von Eiweiß-Ablagerungen im Gehirn kommt es zu einer Zerstörung von Nervenzellen und damit zu erheblichen Beeinträchtigungen der Sprache, des Denkvermögens und des Gedächtnisses des Erkrankten. Im Verlauf der Krankheit nimmt die Hirnmasse ab, man spricht von einer Hirnatrophie. Da wichtige Neurotransmitter, unter anderem Acetylcholin, nicht mehr in ausreichender Menge produziert werden kann, führt dies zu einer weiteren allgemeinen Leistungsschwächung des Gehirns.

Alzheimer-Formen: Die Alzheimer-Krankheit unterscheidet sich in zwei Formen: Zum einen gibt es die sporadische oder auch die so genannte Spätform (Eintritt der Krankheit ab dem 65. Lebensjahr), die die häufigsten Fälle ausmacht. Und zum anderen die Frühform, welche eher selten in Erscheinung tritt. Sie setzt bereits in der vierten Lebensdekade ein und ist erblich bedingt.

Aminosäuren: Aminosäuren sind Bausteine, aus denen sich die Proteine zusammensetzen.

Amyloid: Kommt aus dem griechischen von Amylum und bedeutet stärkehaltig. Es ist eine unspezifische Bezeichnung für Proteinablagerungen mit spezifischer Struktureigenschaft. Das Aβ, wie man es auch nennt, ist eines der Hauptbestandteile der senilen Plaques im Gehirn von Alzheimer-Patienten.

Antidementiva: Antidementiva oder Nootropika sind Medikamente, welche zur Behandlung von Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, der Konzentrations- und Denkfähigkeit eingesetzt werden. Im Verlauf einer Demenz können diese Antidementiva die Zerstörung der Nervenzellen bisher nicht aufhalten. Jedoch führen sie zumindest vorübergehend zu einer Verbesserung des kognitiven Leistungsvermögens und der Alltagskompetenzen. Und mit ihrer Hilfe können diese Verbesserungen sogar über einige Zeit auch stabil gehalten werden.

ApoE (Apolipoprotein E): Dieses Apoliprotein ist ein wichtiges Risikogen für die Alzheimer-Erkrankung. Es spielt eine Rolle im Lipidstoffwechsel der Zellen.

APP: Es kommt aus dem englischen und heißt amyloid precursor protein, zu Deutsch Alzheimer- oder Amyloid-Vorläufer-Protein. Aus diesem Protein wird das Aβ herausgeschnitten.

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Cox-II-Inhibitoren: Ist eine Gruppe von entzündungshemmenden Medikamenten.

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Demenz: Demenz ist ein Überbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungen. Ihre Gemeinsamkeit besteht darin, dass sie alle zu einem Verlust besonderer geistiger Fähigkeiten (Intelligenz) führen. Typisch für solche Unterformen der Demenz-Erkrankung ist auch, dass sie eine Verschlechterung der Gedächtnisleistungen, des Denkvermögens, der Sprache und des praktischen Geschicks, jedoch keine Trübung des Bewusstseins, vorweisen. Diese Veränderungen haben zur Folge, dass Menschen mit Demenz ihre alltäglichen Aufgaben nicht mehr ausführen können. Die Demenz gehört keineswegs zu den normalen Alterserscheinungen, sie ist eine Erkrankung, die typischerweise im Alter auftritt. Es gibt viele Ursachen für solch eine Demenzerkrankungen. Allein in Deutschland leiden derzeit 800.000 bis 1,2 Mio. Menschen an der Alzheimer-Demenz, bei der in bestimmten Bereichen des Gehirns allmählich Nervenzellen zu Grunde gehen. Bei etwa 200.000 Demenzkranken wird das Gehirn aufgrund von Durchblutungsstörungen dauerhaft geschädigt.

DNS: Ist die Abkürzung für Desoxyribonukleinsäure und repräsentiert die Erbinformation. Oftmals wird auch das englische Wort DNA benutzt und bedeutet Desoxyribonukleinacid.

Donepezil: siehe Acetylcholinesterasehemmer

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Evidenz-basierte Leitlinien: Evidenz-basierte Leitlinien sind Entscheidungs- und Orientierungshilfen für die ärztliche Behandlung. Sie resultieren aus systematischen Auswertungen von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Evidenz-basierte Leitlinien helfen dem Arzt für seinen Patienten eine optimale Therapie zu finden.

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Frontotemporale Demenz: Es ist eine Demenzform, bei der sich zunächst die Nervenzellen im Stirn- und Schläfenbereich (Frontotemporal-Lappen) des Gehirns abbauen. Dieser Bereich kontrolliert unter anderem Emotionen und Sozialverhalten. Frontotemporale Demenzen treten normalerweise früher auf als die Alzheimer-Krankheit, meistens schon zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr oder früher, die Spanne liegt zwischen 20-85 Jahre. Bei einer solchen Demenz treten zu Beginn bei fast allen Patienten Veränderungen der Persönlichkeit und des zwischenmenschlichen Verhaltens auf. Aggressivität, Taktlosigkeit, maßloses Essen, aber auch Teilnahmslosigkeit sind Zeichen der Veränderung. Im Verlauf der Erkrankung entwickeln sich Störungen der Sprache. Solche Störungen äußern sich in Wortfindungsstörungen, Benennensstörungen, Sprachverständnisstörungen und fehlendem Mitteilungsbedürfnis bis zum völligen Verstummen. Im darauf folgendem kommt es zur Beeinträchtigung des Gedächtnisses. Diese sind aber nicht so stark ausgeprägt wie bei der Alzheimer-Krankheit.

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Galantamin: Galantamin ist ein Acetylcholinesterase-Hemmer. Es wird primär aus Schneeglöckchen gewonnen. Galantamin hemmt den Abbau von Acetylcholin und fördert gleichzeitig die Ausschüttung von vorhandenem Acetylcholin. Galantamin bewirkt, dass der Mangel am Botenstoff Acetylcholin im Gehirn eines Alzheimer-Kranken teilweise kompensiert wird.

Gen: Gen ist ein DNS-Abschnitt, also ein Träger der Erbinformation. Die Gensequenzen werden durch die vier Buchstaben A, C, G, und T beschrieben, welche die Abkürzungen für die jeweiligen Bausteine (Kernbasen) darstellen.

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Histopathologie: Ist die Lehre von den krankhaften Veränderungen des Körpergewebes.

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Inzidenz: Sie ist die Beschreibung für die Häufigkeit von Neuerkrankungen. Unter Inzidenz versteht man die Anzahl neu aufgetretener Krankheitsfälle innerhalb einer definierten Population in einem bestimmten Zeitraum.

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Konversionsrate: Ist die Rate von Patienten, welche im Verlauf eine Krankheit entwickeln werden.

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Längsschnittstudie: Bei einer solchen Untersuchung handelt es sich um Daten von Patienten, die zu mindestens zwei verschiedenen Messzeitpunkten erhoben werden. Dadurch lassen sich individuelle Entwicklungsverläufe erfassen.

Lewy-Body-Demenz: Ist eine spezielle Form des geistigen Verfalls im Alter. Die Lewy-Body-Demenz unterscheidet sich von anderen Demenzformen, wie etwa Alzheimer, zum Beispiel durch einen meist sehr wechselhaften Verlauf. Das bedeutet, dass sich die Auswirkungen der Verhaltensveränderungen der Patienten im Lauf der Krankheit nicht vorhersehen lassen. Die Patienten können von Tag zu Tag sehr unterschiedliche kognitive Fähigkeiten an den Tag legen. Eine wirkliche Therapieoption besteht somit nicht. Man muss versuchen, so viel wie möglich zu trainieren, das soziale Umfeld schulen und auch die physikalischen Gegebenheiten anpassen.

Liquoruntersuchung: Ist eine Untersuchung des Nervenwassers, welches aus dem Rückenmarkskanal entnommen wird.

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MCI – Mild Cognitive Impairment: Der Übergangsbereich zwischen den altersgemäßen normalen geistigen Veränderungen zu krankhaften geistigen Beeinträchtigungen wird als "Leichte kognitive Störung" oder im Englischen "Mild Cognitive Impairment" (MCI) bezeichnet. Dabei treten neuropsychologische Störungen des Gedächtnisses, der Aufmerksamkeit oder der Sprache auf, die über normale Alterungsvorgänge hinausgehen. Da sie nur sehr gering sind, führen sie in der Regel auch nicht zu Problemen bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben.

Memantine: Im Verlauf einer Demenzerkrankung treten an Neuronen mit NMDA-Rezeptoren unphysiologische Erregungsabläufe auf. Schließlich führen diese unphysiologischen Erregungsabläufe zum Untergang der Neurone. Durch seine Bindung an den NMDA-Rezeptor verhindert Memantine die unphysiologische Übererregung der Neurone und schützt sie somit vor dem Untergang.

MRT: Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein bildgebendes Verfahren, mit dessen Hilfe sich unter anderem krankhafte Strukturveränderungen im Gehirn sichtbar machen lassen. Es lässt sich durch die MRT zum Beispiel auch die bei der Alzheimer-Demenz auftretende krankhafte Schrumpfung des Gehirns (Atrophie) erkennen. Auch eine Darstellung der Gefäßerkrankungen des Gehirns und die damit verbundenen Veränderungen sind mittels der MRT möglich. Krankhafte Gefäßveränderungen im Gehirn sind nach der Alzheimer-Demenz die zweithäufigste Ursache von Demenzen (vaskuläre Demenzen).

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Neuron: Neuron ist eine Zelle des Nervengewebes.

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Präsenilin: Es gibt PS 1 und 2. Das ist die Bezeichnung zweier homologer Proteine. Diese werden seit 1996 mit der Alzheimer-Frühform in Verbindung gebracht.

Prospektive Studie: Ist eine Studie, bei der die Datenerfassung auf die Zukunft gerichtet ist.

Protein: Eiweiß. Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine.

Psychometrische Testverfahren: Verschiedene geistige Fähigkeiten lassen sich mit Hilfe solcher psychometrischer Tests prüfen. Dabei wird getestet: Worte-Wiedererkennen, Orientierung, Vorstellungsvermögen, Abzeichnen, Anweisungen befolgen, Benennen von Fingern und Gegenständen, Erinnern der Prüfungsanweisung, Sprachausdruck und Sprachverständnis. Eingesetzt werden solche Tests in der ärztlichen Praxis um z. B. den Schweregrad einer Demenz festzustellen, diagnostische Hinweise zu liefern sowie auch Veränderungen im Verlauf der demenziellen Erkrankung zu messen.

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Rivastigmin: siehe Acetylcholinesterasehemmer

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Sekretasen: Ist die Bezeichnung für die postulierten aktiven Proteine, die zur Freisetzung von Aβ (durch die β-Sekretase und die γ-Sekretase) oder zum korrekten Abbau des APP-Proteins durch die α-Sekretase führen.

Sekundärstruktur: Ist die spezifische Strukturform, welche Proteine einnehmen können.

Sensitivität: Die Sensitivität eines diagnostischen Testverfahrens gibt an bei welchem Prozentsatz die jeweilige Krankheit der Patienten durch die Anwendung des Tests tatsächlich erkannt wird, d.h. ein positives Testresultat auftritt.

Spezifität: Spezifität ist die Fähigkeit, tatsächlich gesunde Menschen, die also nicht an der betreffenden Erkrankung leiden, auch wirklich als gesund zu erkennen und ausschließlich bei kranken Menschen ein positives Ergebnis zu zeigen.

Statine: Statine sind Arzneimittel. Sie werden unter anderem zur Senkung des Cholesterinspiegels eingesetzt. Statine hemmen die körperliche Cholesterinproduktion, vermindern den Cholesterinwert im Blut und schützen so die Gefäße.